Umzug und Wohnungswechsel in Zeiten von Corona

Umzug und Wohnungswechsel in Zeiten von Corona

Seit nunmehr zwei Monaten haben wir Kontaktsperren und weitreichende Schutzmaßnahmen. Dies machte einen einfachen Umzug mit Freunden schlicht unmöglich. Jetzt gestaltet sich das ganze auch nicht ganz einfach. Man muss als erstes achten, was jedes Bundesland für sich festgelegt hat. Und da gibt es große Unterschiede. Wie immer in Deutschland legt jedes Bundesland für sich selbst die Richtlinien fest. Damit haben wir viele verschiedene Regelungen und man muss immer sehen, ob man im gleichen Bundesland bleibt oder ob es einen Wechsel des Bundeslandes gibt. Dann kann es richtig kompliziert werden. Dabei stellen sich verschiedene Fragen, wie z.B.:

Lesen Sie in diesem Beitrag, was Sie bei einem Umzug bzw. Wohnungswechsel beachten müssen.

Kann ich meinen Umzug nur mit Freunden machen?

Das hängt in erster Linie vom Bundesland ab, wo mein alter Wohnort ist und wo mein neuer sein wird. Überschreitet man dabei keine Landesgrenze ist es einfacher. Gerade in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Nordrheinwestfalen darf man wieder auch mit Freunden, die keine Verwandten sind, umziehen. Dagegen in Bayern geht das gar nicht. Selbst mit Verwandten wird es nicht möglich sein. Dort kann nur der Partner, mit dem man zusammenlebt, helfen. In Sachsen wiederum gibt es eine Maskenpflicht für alle Beteiligten. Die 1,5m Abstandsregel wird dabei am schwierigsten umzusetzen sein. Alles in allem, ist ein Umzug zurzeit mit Freunden oder Verwandten nur eingeschränkt bis gar nicht möglich.

Sollte ich auf ein Unternehmen setzen beim Umzug?

Professionelle Umzugsunternehmen machen Umzüge als Arbeit. Wenn diese die besonderen Schutzmaßnahmen einhalten, dann können diese auch weiterhin den Umzug von Menschen realisieren. Gerade über Ländergrenzen hinweg sind Sie besonders geeignet. Diese werden durch ihre Arbeit bedingt nicht aufgehalten, wie es mir als Privatperson passieren würde, z.B. an der Landesgrenze von Hamburg nach Schleswig-Holstein. Mir drohen unter Umständen dann noch Bußgelder. Dem Umzugsunternehmen droht so was nicht. Der Umzug mit einem Profi macht in Zeiten von Corona eindeutig Sinn.

Ist ein Wohnungswechsel möglich und was ist dabei zu beachten?

Die aktuelle Gesetzeslage verhindert keinen Wohnungswechsel. Wohnungsbesichtigungen sind dagegen sehr schwierig. Wenn in der Wohnung noch der ausziehende Mieter wohnt, dann ist es unmöglich eine Besichtigung zu realisieren. Das wären einfach zu viele Menschen und die Abstandsregeln würde man auch nicht einhalten. Also gehen Besichtigungen nur bei leerstehenden Wohnungen. Aber auch in diesem Fall gibt es Einschränkungen in Form von nur der Makler oder Vermieter und ein potenzieller Mieter dürfen zur Besichtigung. Genauso können auch Schlüsselübergaben realisiert werden.

Hatte man vor Corona noch gekündigt und die neue Wohnung sich vorher noch nicht gesichert, d.h. den neuen Mietvertrag unterschrieben, wird es kompliziert. Wenn es keinen Nachmieter in ihrer alten Wohnung gibt, dann können Sie mit dem Vermieter reden und gegebenenfalls zu den alten Konditionen weiter in der Wohnung leben. Gibt es einen Nachmieter haben Sie ein großes Problem. Da Sie noch drin sind, kann der Nachmieter nicht einziehen. Seine Kosten der Unterbringung und Lagerung der Möbel werden zu ihren Kosten. Wenn dieser auch noch einen höheren Mietzins zahlt für ihre alte Wohnung, kommt auch noch diese Differenz auf Sie zu. Auch Entschädigungszahlungen sind keine Seltenheit. Es wird also richtig teuer!

Je nach Mietvertrag sind Sie selbst verpflichtet die Wohnung wieder in einem Originalzustand zu versetzen. Im Normalfall heißt das alle Wände und Decken streichen. Aber man kann immer mit dem Vermieter reden, ob er das nicht übernimmt. Einige Vermieter haben das auch schon gleich in ihren Mietverträgen reingeschrieben und behalten einen Teil der Kaution ein. Sie als ehemaliger Mieter bekommen dann nicht die volle Kaution zurück, sondern nur den Teil nach Abzug der Kosten für das Herrichten der Wohnung.

Ausblick

Die Einschränkungen, die man derzeitig hat, sind machbar. Wohnungswechsel und Besichtigungen sind grundsätzlich möglich. Besichtigungen können durch die Risiken der Vormieter der potenziellen neuen Wohnung weiter eingeschränkt werden. Gerade bei Risikogruppen gibt es keine Möglichkeit, eine Besichtigung zu erzwingen. Umzüge in Eigenregie mit Verwandten und Freunden sollte man sich zweimal überlegen. Deutlich einfacher geht es mit einem Umzugsunternehmen. Die Profis wissen wie sie Umzüge innerhalb von Städten und über Landesgrenzen hinweg organisieren müssen.

Wohnungswechsel sind realisierbar. Welche Arbeiten von wem zu realisieren sind, hängt vom Mietvertrag ab. Zurzeit ist es gerade in Großstädten schwierig Handwerker zu bekommen. In Kleinstädten und ländlichen Regionen könnte es einfacher sein. Selbst machen ist nach Öffnung der Baumärkte auch wieder möglich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass trotz der aktuellen Lage es möglich ist Umzüge und Wohnungswechsel zu realisieren.

Ein Kommentar

  1. Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

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